18.06.2015

Neue Studie zeigt: Bürgerenergie zentraler Bestandteil der Effizienzwende

Die Erfolgsgeschichte der Bürger-Energiewende im Strombereich muss auch beim Energiesparen fortgeschrieben werden. Im Effizienzmarkt existieren riesige Potenziale, um genau dort aktiv zu werden, wo lokales Wissen, Verantwortung und Vernetzung ineinandergreifen. Denn der Erfolg dezentraler und regionaler Projekte wird durch gemeinsames Engagement erst möglich. Und nur durch direkte Beteiligungen wird es einen substantiellen Schub beim Einsparen von Energie geben.

Die neue Studie „Energiesparen in Bürgerhand - Vom Modellprojekt zum Standbein der Energiewende von unten" die das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) im Auftrag von BUND und Bündnis Bürgerenergie erstellt hat, zeigt das enorme Potenzial des bürgerschaftlichen Engagements beim Energiesparen auf. Und sie macht deutlich, wie bestehende Hindernisse überwunden werden können. Denn nur mit der Beteiligung der Menschen vor Ort lassen sich die vielen kleinteiligen Einsparmöglichkeiten wirklich heben: in den Wohnzimmern, den Kellern, den Garagen und den Geschäftsräumen des kleinen Einzelhandels. Im Sinne eines erfolgreichen Klimaschutzes ist eine gezielte Förderung von Beteiligungsmodellen an Energiesparmaßen, klare rechtliche Regelungen, Risikoabsicherungen und ein verstärkter Wissenstransfer daher eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe. 

Peter Kolbe von der Klimaschutz+ Stiftung e.V., der in Heidelberg erfolgreich in einem Café ein Mikro-Effizienzprojekt initiiert hat, betont die Bereitschaft der Menschen, sich zu engagieren und damit aktiv zur Energiewende und zum Klimaschutz beizutragen.

Was sind Bürger-Einsparprojekte?
Energiesparen in Bürgerhand reicht von der energetischen Sanierung von Schulgebäuden über den Einbau stromsparender Beleuchtung in Stadtcafés, kleineren Unternehmen und öffentlichen Liegenschaften bis zum Bau und Betrieb kommunaler Nahwärmenetze. Investitionen in Millionenhöhe sind keine Seltenheit. Bürgerinnen und Bürger können in diesen Bereichen vor Ort einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten. Die Studie stellt eine Reihe von Projekten beispielhaft vor.

Bild links: So geht ein erfolgreiches Bürgereinsparprojekt: Stromverbrauch senken beim Kaffeegenuss!
Peter Kolbe von der Klimaschutz+ Stiftung und Florian Steiner, Inhaber des Cafés, in Heidelberg
Bild rechts: Soziales Kaufhaus Gilde Center in Heilbronn ist jetzt Bürger-Energiesparprojekt!
Dank Oliver Kraus (links) und Daniel Knoll!

Die gesamte Studie finden Sie hier zum Download
Hier finden Sie die Pressemitteilung (18. Juni 2015) zur Studie