Lidicehaus
Die Jugendbildungsstätte LidiceHaus liegt auf dem Stadtwerder in Bremen: Mitten im Grünen und dennoch nur rund 2 Kilometer Luftlinie von der Bremer Innenstadt.
Anschrift: Weg zum Krähenberg 33A, 28201 Bremen
📅 28.09.-02.10.2026
👬 ca. 20 Teilnehmer*innen
💶 300,80 - 364,80 €/Person
🏠 Lidicehaus, Bremen
Dieses 5-Tage-Seminar beleuchtet aktuelle und innovative Geschäftsmodelle der Bürgerenergie. Denn die klassischen Geschäftsmodelle wie Volleinspeisung durch Photovoltaik-Anlagen tragen heute oft nicht mehr. Mit innovativen Geschäftsmodellen steigt zwar die Komplexität, aber auch der Grad der Wertschöfpung. Dieses Seminar nimmt dich daher an die Hand und vermittelt vertieftes Praxiswissen, damit du in der Folge verschiedene Geschäftsmodelle vergleichen und die richtigen für dich auswählen kannst. Im Seminar gehen wir u.a. auf die Geschäftsmodelle Energy Sharing, Mieterstrom, gemeinschaftliche Gebäudeversorgung, Freiflächen-Projektentwicklung, Batteriespeicher und Wärmenetze ein.
Die Jugendbildungsstätte LidiceHaus liegt auf dem Stadtwerder in Bremen: Mitten im Grünen und dennoch nur rund 2 Kilometer Luftlinie von der Bremer Innenstadt.
Anschrift: Weg zum Krähenberg 33A, 28201 Bremen
Das Seminar richtet sich an aktive Bürgerenergie-Vertreter*innen. Das können haupt- oder ehrenamtliche Vorstandsmitglieder bzw. Geschäftsführer*innen, eingestellte Projektentwickler*innen, aktive Aufsichtsratsmitglieder oder Genossenschaftsmitglieder, die sich zum Beispiel aktiv in einer Arbeitsgruppe engagieren, sein. Grundlegende Kenntnisse der Bürgerenergie, der Erneuerbaren Energien, des Strommarkts und der Energieregulierung werden für dieses Seminar vorausgesetzt. Das Seminar ist dann das Richtige für dich, wenn du Interesse und Lust hast, komplexe Geschäftsmodelle zu durchdringen und dich inspirieren zu lassen.
Tag 1: Einstieg
Am ersten Tag erfolgt die Anreise bis 12:30. Nach dem Mittagessen folgen Begrüßung, Kennenlernen und die Vorstellung der Erwartung der Teilnehmenden. Anschließend erfolgt eine Einführung ins Wochenprogramm.
Inhaltlich wird am ersten Tag in die Wertschöpfungsstufen der Bürgerenergie und die Auswahl von Geschäftsfeldern eingeführt. Die Methode zur Auswahl von Geschäftsfeldern wird in Zweiergruppen erprobt. Darüber hinaus bekommt ein*e Seminarteilnehmer*in die Möglichkeit, sein*ihr eigenes Fallbeispiel im Rahmen einer kollegialen Fallberatung der Gruppe vorzustellen, während die Gruppe Ideen und Lösungsansätze einbringt.
Der Tag endet mit erlebnispädagogischen Interventionen und/oder Rollenspielen zu Zusammenarbeit und Teambuilding in Bürgerenergiegemeinschaften.
Tag 2: Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung / Mieterstrom / Energy Sharing
Der zweite Tag startet mit der Einführung in die Grundlagen der Aufdach-Photovoltaik. Anschließend werden die Betriebsmodelle Mieterstrom und Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung vom Referenten Thomas Leidreiter, Vorstand der Bürger Energie Nord eG, vorgestellt. Leitende Fragestellungen sind: Wie funktionieren die Betriebsmodelle und wie wirtschaftlich sind sie? Dazu werden konkrete Beispielprojekte der Bürger Energie Nord betrachtet.
Nach der Mittagspause geht es ums Thema Energy Sharing. Was bringt der neue §42c EnWG, wie kann Energy Sharing in der Praxis umgesetzt werden und wie kann das Betriebsmodell wirtschaftlich genutzt werden? Thomas Leidreiter stellt zur Beantwortung dieser Fragen ein konkretes Projekt vor, bei dem Genossenschaftsmitglieder, die sich ein intelligentes Messsystem installieren lassen, mittels Energy Sharing nach EnWG §42c beliefert werden.
Zum Abschluss des Tages entwickeln die Teilnehmer*innen einzeln oder in Kleingruppen eigene Aktionspläne und Projektskizzen.
Tag 3: Projektentwicklung von Freiflächen-Photovoltaik- und Batteriespeicher-Projekten
Der dritte Tag startet mit der Einführung in die Grundlagen der Freiflächen-Phtovoltaik. Anschließend wird der Prozess der Projektentwicklung von Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen und Batteriegroßspeichern (Grünstrom- und Standalone-Speicher) erläutert und besprochen. Gemeinsam wird geklärt: Was sind entscheidende Faktoren für die Wirtschaftlichkeit? Welche Stolpersteine gibt es und wie können diese umschifft werden? Die Referentin Maike von Krause-Kohn von der Bürger Energie Bremen eG stellt die Projektentwicklung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen und Grünstromspeichern am Beispiel des Projekts in Essel vor - von der Flächensicherung über die Bauleitplanung bis zu den Verhandlungen mit Generalübernehmern.
Am Nachmittag erfolgt eine Exkursion zur Freiflächen-Photovoltaikanlage Tangermoorweg. Sie ist die größte Moor- und Agri-Photovoltaik-Anlage in Deutschland. Unter den Modulen werden Schafe und Rinder gehalten. An der 38,8 MW großen Anlage ist auch die Bürgerenergiegenossenschaft Tangermoor-weg eG beteiligt. Nach der Besichtigung der Anlage folgt ein Austausch mit den Genossenschaftsvorständen in Dangast an der Nordsee. Hier gibt es auch die Gelegenheit für einen Spaziergang an der Nordsee. Die An- und Abreise zur Exkursion erfolgt per Reisebus.
Tag 4: Wärmenetze
Der vierte Tag startet mit einer Einführung in die Grundlagen der Nahwärme und der kommunalen Wärmeplanung. Anschließend werden Wärmegenossenschaften besprochen: Was macht Wärmegenossenschaften aus und was unterscheidet sie von Stromgenossenschaften? Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit der Kommune? Wie funktioniert die Finanzierung von Wärmenetzen?
Der Referent Philipp Metz von der ErdwäreDich Anergienetze eG stellt das Pilotprojekt der Genossenschaft vor, bei dem in 2027 ein kaltes Nahwärmenetz im Steintorviertel in Bremen gebaut werden soll. Er berichtet von der Probebohrung, von den Machbarkeitsstudien und den nötigen Förderanträgen.
Zum Abschluss des Tages entwickeln die Teilnehmer*innen einzeln oder in Kleingruppen eigene Aktionspläne und Projektskizzen.
Tag 5: Abschluss
Der fünfte Tag startet mit einer gemeinsam Diskussion zur Zukunft der Bürgerenergie mit Blick auf die aktuellen Gesetzesnovellen. In Kleingruppen werden dabei Szenarien entwickelt.
Anschließend dreht sich alles um die Frage: Was bleibt und was kann ich tun? Zur Beantwortung dieser Frage fassen die Teilnehmer*innen ihre persönlichen Aktionspläne, die sie über die ganze Woche entwickelt haben, zusammen. Der Tag schließt mit einem offenen Austausch darüber, welche Geschäftsmodelle für die Teilnehmer*innen in Frage kommen.
Nach einem gemeinsamen Resümee, Reflexion und Feedback erfolgt die Abreise ab 15:00. Wer die Woche im schönen Bremen noch verlängern möchte, kann individuell noch zu den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, die 2026 in Bremen stattfinden, bleiben.
Nach dem Seminar können die Teilnehmenden:
In folgenden Bundesländern haben wir die Anerkennung als Bildungsurlaub beantragt: Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Saarland, Schleswig-Holstein, Thüringen.
Wenn du das Seminar als Bildungsurlaub bei deinem Arbeitgeber einreichen möchtest, kannst du im Bestellprozess das Bundesland, in dem du arbeitest, angeben. Deine Anmeldung gilt in diesem Fall vorbehaltlich de Anerkennung des Seminars als Bildungsurlaub in deinem Bundesland. Wir melden uns, sobald die Anerkennung vorliegt. Falls keine Anerkennung erfolgt, stornieren wir deine Anmeldung unsererseits, es sei denn du möchtest auch ohne Anerkennung als Bildungsurlaub am Seminar teilnehmen. Bei Fragen kannst du uns gerne schreiben oder anrufen.
Pilotangebot dank Förderprojekt: Du zahlst nur für Übernachtung und Vollverpflegung.
Einzelzimmer: 364,80 Euro
Zweibettzimmer: 300,80 Euro
Wenn du Fragen zum Seminar hast, kannst du dich gerne bei unserer Seminarleitung melden.