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Bürgerenergie erklärt!

Wer ist das Bündnis Bürgerenergie?
Das Bündnis Bürgerenergie hilft Menschen, sauberen Strom selbst zu produzieren und diesen selbst produzierten Strom mit anderen zu teilen.

Wer ein eigenes Projekt starten möchte, bekommt bei uns Unterstützung bei allen wichtigen Schritten: Wir beraten bei der Gründung einer Gruppe, helfen beim Planen der Anlagen und zeigen, wie das nötige Geld dafür zusammenkommt. So wird aus einer ersten Idee am Ende eine fertige Anlage für Erneuerbare Energien, von der viele Menschen profitieren.

Das Bündnis Bürgerenergie engagiert sich auch in der Politik. Wir setzen uns dafür ein, dass es faire Regeln gibt, damit Projekte sicher geplant werden können. Gleichzeitig vernetzen wir Menschen, teilen gute Ideen und zeigen, wie wichtig diese Gemeinschaftsprojekte für uns alle sind. Durch den Austausch von Erfahrungen kommen neue Vorhaben schneller voran. So verstehen immer mehr Menschen, wie Bürgerenergie funktioniert, und können direkt vor der eigenen Haustür die Energiewende selbst in die Hand nehmen.


Grundlagen: Demokratie, Beteiligung, Klimaschutz

Teilhabe

Bürgerenergie macht normale Menschen zu echten Gestalter*innen der Energiewende.
Schon mit 100 bis 600 Euro, oft sogar in Raten, kann jede*r Anteile an einer Bürgerenergiegenossenschaft erwerben. Damit sind die Beteiligten direkt Miteigentümer*innen einer Solaranlage, eines Windparks oder eines Nahwärmenetzes. Die Anlagen gehören nicht Konzernen, sondern der Gemeinschaft.

Und das Entscheidende: Die Mitglieder bestimmen selbst, ob Gewinne ausgezahlt oder gleich wieder in neue Projekte investiert werden. Teilhabe heißt hier nicht Zuschauen, sondern Mitentscheiden und Mitverdienen.


 

Einfach erklärt

Bei der Energiewende selbst mitmachen − Das nennt sich Bürgerenergie. Man kauf sich Anteile an einer Genossenschaft – das kostet nur 100 bis 600 Euro. Und das Geld kann man oft sogar in Raten zahlen. So werden die Nachbar*innen aus dem Haus zu Gestalter:innen der Energiewende. 

Dann gehört einem ein Stück vom Windrad oder der Solaranlage direkt vor Ort. Der Clou: Das Geld landet nicht bei irgendwelchen Großkonzernen, sondern bei den Menschen. Die Mitglieder entscheiden gemeinsam, ob sie sich den Gewinn auszahlen lassen oder ihn direkt ins nächste Projekt stecken. Man schaut also nicht nur zu, sondern bestimmt mit und verdient auch noch was dabei.

Vor Ort Versorgung

Vor-Ort-Versorgungskonzepte

Es hat viele Vorteile, Strom dort zu verbrauchen, wo er produziert wird. Durch den Verbrauch vor Ort muss Strom nicht über weite Strecken transportiert werden. So können Netzausbau und Energieverluste verringert werden. Für die Verbraucher*innen bedeutet das außerdem: Sie erhalten günstigen Ökostrom, ohne Umwege, direkt vom Dach oder aus der Nachbarschaft. 

Das Potenzial dieser Versorgung vor Ort ist riesig: Der Solarstrom vom eigenen Haus oder aus der Nachbarschaft könnte rund 20 Millionen Mietshaushalte in Deutschland versorgen. Damit lassen sich bereits 30 % des gesamten Solar-Ausbaus erreichen, den sich die Bundesregierung bis zum Jahr 2030 vorgenommen hat (IW, Kopernikus-Projekt, September 2025). 


 

Einfach erklärt

Strom für Haushalte sollte am besten dort erzeugt werden, wo er auch verbraucht wird: Auf dem eigenen Dach. Dann fallen weite Transportwege weg, und das hat gleich zwei Vorteile. Erstens geht so kaum Energie verloren. Zweitens spart man Geld, weil die Stromnetze nicht so stark ausgebaut werden müssen. Für die Verbraucher*innen bedeutet das: Sie erhalten günstigen Ökostrom, zuverlässig und ohne Umwege. 

Das Potenzial dieser Versorgung vor Ort ist riesig: Der Solarstrom vom eigenen Haus oder aus der Nachbarschaft könnte rund 20 Millionen Mietshaushalte in Deutschland versorgen. Damit lassen sich bereits 30 Prozent des gesamten Solar-Ausbaus erreichen, den sich die Bundesregierung bis zum Jahr 2030 vorgenommen hat. 

Solaranlagen auf Dächern

Solaranlagen auf Gebäuden machen Häuser zu kleinen Sonnenkraftwerken: Sie verwandeln ungenutzte Dächer in Kraftwerke, ohne ein einziges zusätzliches Feld zu versiegeln. Das Potential auf Deutschlands Dächern liegt bei 409 Gigawatt Peak. Das sind rund 80 Prozent des Gesamtstromverbrauchs in Deutschland*.

Außerdem entsteht der saubere Strom direkt dort, wo er gebraucht wird. So entlasten Dachsolaranlagen die Netze, verringern den Bedarf an neuen Stromtrassen und machen Haushalte unabhängiger von teuren Energieimporten – mit ausgereifter, schnell installierbarer Technik vom Einfamilienhaus bis zur Gewerbehalle. Nebenbei ermöglicht Dach-Solar Bürgerinvestitionen: Mieter*innen oder Eigentümer*innen können eigenes Kapital einsetzen und von sinkenden Stromkosten profitieren.

*Erklärung: Mit 409 GWp bei 850 Volllaststunden kann etwa 347,8 TWh pro Jahr erzeugt werden. 2024 hat lag der Strombedarf in Deutschland bei ca. 464 TWh.


 

Einfach erklärt

Solaranlagen machen Häuser zu kleinen Sonnenkraftwerken: Sie verwandeln ungenutzte Dächer in Kraftwerke, ohne ein einziges zusätzliches Feld zu versiegeln. Das Potenzial in Deutschland ist riesig: Wir könnten damit etwa 80 Prozent unseres gesamten Strombedarfs decken. Der Strom wird direkt dort erzeugt, wo man ihn braucht. Das entlastet die Stromnetze und spart teure neue Leitungen. Die Technik ist ausgereift, schnell installiert und macht Haushalte und Betriebe unabhängiger von teuren Energieimporten. Zudem lohnt es sich finanziell: Ob Eigentümer oder Mieter – wer in Solar investiert, profitiert direkt von sinkenden Stromkosten.

Energy Sharing

Energy Sharing ermöglicht es, Strom aus Wind- oder Solaranlagen gemeinschaftlich zu nutzen. Mit Energy Sharing können private Haushalte, Kommunen und kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) Strom teilen. Ihren Ökostrom liefern sie einfach über das öffentliche Netz an Verbrauchende. Der vor Ort produzierte Strom kann so direkt vor Ort verbraucht werden. Voraussetzung sind moderne Strommesser (Smart Meter), um Erzeugung und Verbrauch effizient zu steuern und abzurechnen. Energy Sharing schafft Anreize für Bürger*innen, in Solar- und Windanlagen zu investieren, und fördert dadurch die lokale Wertschöpfung. 


 

Einfach erklärt

Energy Sharing − Die Idee ist einfach und wirkungsvoll: Kleine Solaranlagen und Windkraftwerke werden gemeinsam genutzt, und der Strom dann an alle verteilt, die mitmachen. Der Clou daran: Man kann auch dann mitmachen, wenn man selbst gar keinen Platz für eine Solaranlage auf dem Dach hat. Die Anlage steht einfach auf einem Dach oder einer Fläche in der Nähe, der Strom wird dann über das normale Netz geliefert. Dadurch können nicht nur Stromkonzerne Kraftwerke betreiben, sondern auch eine Gruppe von Nachbar:innen, oder eine Gemeinde oder eine mittelständische Firma. Das Tolle an der Idee: Auch für ganz normale Bürger:innen lohnt es sich so, in eigene Kraftwerke zu investieren. Das Geld bleibt dann in der Region.

Mieterstrom

Im Mieterstrom-Modell versorgt Strom aus der Solaranlage auf dem Dach die Haushalte im Gebäude. So kommt auch in Städten die Energiewende voran, wo viele Menschen in Wohnungen zur Miete wohnen. Die Mieter*innen erhalten so lokalen und oft günstigeren Ökostrom - ohne, dass sie ein eigenes Dach besitzen oder Geld investieren müssen. So können auch sie an der Energiewende teilhaben.

Das Potenzial ist riesig: Rund 20 Millionen Wohnungen könnten deutschlandweit Strom vom Dach beziehen.  Damit ließe sich ein Drittel des gesamten Solar-Ausbaus erreichen, den Deutschland sich zum Ziel gesetzt hat (IW, Kopernikus-Projekt, September 2025).


 

Einfach erklärt

Beim Mieterstrom kommt der Strom direkt von der Solaranlage auf dem eigenen Dach in die Wohnungen. So kommt auch in Städten die Energiewende voran, wo die meisten Menschen zur Miete wohnen. Mieter bekommen so sauberen Strom aus der Nachbarschaft, der oft auch noch günstiger ist. Man muss dafür weder ein eigenes Haus besitzen noch selbst Geld investieren – so können wirklich alle bei der Energiewende mitmachen. 

Das Potenzial ist riesig: Rund 20 Millionen Wohnungen in Deutschland könnten so versorgt werden. Damit ließe sich ein Drittel des gesamten Solar-Ausbaus erreichen, den Deutschland sich vorgenommen hat. 

Wertschöpfung & Finanzierung

Potential von Bürgerenergie

Bürgerenergie könnte die Energiewende ohne weiteres aus dem Vermögen der Bevölkerung finanzieren.
Bis 2024 haben Bürger­energie­genossenschaften und Energiegemeinschaften bereits mindestens 12 Milliarden Euro in erneuerbare Projekte investiert. Private Haushalte in Deutschland besitzen ein Geldvermögen von 9,2 Billionen Euro. Würde davon nur ein Prozent in Bürgerenergie fließen, entstünden über 90 Milliarden Euro Investitionskraft; genug, um die Förderung effizienter Wärmenetze bis 2045 jährlich um ein Vielfaches zu übertreffen. Das Geld ist da, es fehlen nur die richtigen Rahmenbedingungen, um Bürgerenergieprojekte einfach und sicher zu realisieren. 


 

Einfach erklärt

Die Energiewende kann problemlos aus der eigenen Tasche der Bürger:innen finanziert werden. Bis heute haben Energiegenossenschaften schon über 12 Milliarden Euro in saubere Energie investiert. Das ist viel, aber da geht noch mehr: Die Menschen in Deutschland besitzen zusammen ein riesiges Geldvermögen von über 9.000 Milliarden Euro. 

Würden wir davon nur ein einziges Prozent in Bürgerenergie stecken, hätten wir auf einen Schlag 90 Milliarden Euro zur Verfügung. Das wäre mehr als genug Geld, um zum Beispiel alle modernen Wärmenetze bis 2045 zu finanzieren. [besser wäre hier: genau auflisten, was man mit 90 Milliarden finanzieren kann. Also zum Beispiel so (falls das stimmt): „Nicht nur Solar und Wind für alle, sondern auch Speicher und dann auch noch saubere Wärme für alle. − also sauberer und sicherer Strom und Wärme rund um die Uhr.“] Das Geld ist also da – was jetzt noch fehlt, sind klare Regeln, damit jeder sein Geld unkompliziert in lokale Projekte investieren kann. 

Regionale Wertschöpfung durch Bürgerenergie

Bürgerenergie ist ein Motor für die lokale Wirtschaft: Rund 60 bis 80 Prozent des Geldes bleiben direkt in der Region. Während die Gewinne bei großen Konzernen meist irgendwo in der Ferne landen, sorgen Bürgerprojekte dafür, dass das Geld und das Fachwissen vor Ort bleiben.

Davon profitieren alle: Da die Firmen ihren Sitz meist direkt in der Gemeinde haben, fließen die Gewerbesteuern ins örtliche Rathaus. Das stärkt die Kasse der Gemeinde und sorgt dafür, dass Investitionen und Gewinne dort ankommen, wo die Menschen auch leben.


 

Einfach erklärt 

Bürgerenergie ist ein Motor für die lokale Wirtschaft: Rund 60 bis 80 Prozent des Geldes bleiben direkt in der Region. Während die Gewinne bei großen Konzernen meist irgendwo in der Ferne landen, sorgen Bürgerprojekte dafür, dass das Geld und das Fachwissen vor Ort bleiben. 

Davon profitieren alle: Da die Firmen ihren Sitz meist direkt in der Gemeinde haben, fließen die Gewerbesteuern ins örtliche Rathaus. Das stärkt die Kasse der Gemeinde und sorgt dafür, dass Investitionen und Gewinne dort ankommen, wo die Menschen auch leben. 

Bürgerenergie hilft den Stadtwerken

Stadtwerke müssen in den nächsten Jahren mehr als 600 Milliarden Euro in erneuerbare Energien, grüne Fernwärme und Netze investieren. Die meisten werden das aus eigener (Finanz-)kraft nicht schaffen. Sie verfügen nicht über genügend eigenes Kapital, um bei Banken bezahlbare Kredite aufzunehmen.  Besonders kleine Stadtwerke, die überschuldeten Kommunen gehören, stehen vor diesem Problem.

Bürger­energie­genossenschaften können hier einspringen. Mit dem Geld ihrer Mitglieder können sie sich an den Erneuerbaren Energien-Projekten eines Stadtwerks beteiligen. Das Geld der Genossenschaft wird von Banken als eigenes Kapital des Stadtwerks betrachtet. So fallen die Zinsen für einen Kredit geringer aus. Im Gegenzug erhält die Genossenschaft eine Beteiligung an dem Solarpark oder dem Wärmenetz. Das Ergebnis ist also eine echte Win-Win-Partnerschaft.


 

Einfach erklärt

Unsere Stadtwerke müssen in den nächsten Jahren riesige Summen investieren, um auf saubere Energie und grüne Fernwärme umzustellen, mehr als 600 Milliarden Euro. Das Problem: Viele Stadtwerke können das allein nicht stemmen. Sie haben nicht genug eigenes Kapital, um von den Banken günstige Kredite zu bekommen. Besonders kleine Stadtwerke in verschuldeten Gemeinden stehen mit dem Rücken zur Wand. 

Hier können Bürger­energie­genossenschaften die Rettung sein. Die Mitglieder legen ihr Geld zusammen und beteiligen sich damit an Projekten der Stadtwerke. Für die Bank zählt dieses Geld wie echtes Eigenkapital des Stadtwerks. Dadurch werden die Zinsen für Kredite billiger. Im Gegenzug gehört der Genossenschaft dann ein Stück vom Solarpark oder vom Wärmenetz. Am Ende gewinnen alle: Das Stadtwerk kann bauen, und die Bürger beteiligen sich direkt am Erfolg.

Versorgungssicherheit & Unabhängigkeit

Energieunabhängigkeit

Die Bürgerenergie stärkt die Resilienz des deutschen Energiesystems, indem sie die Abhängigkeit von Erdöl, Kohle und Gas aus politisch instabilen oder undemokratisch regierten Ländern reduziert. Durch die dezentrale Erzeugung von Strom, etwa aus Photovoltaik oder Windkraftanlagen, wird nicht nur die Versorgungssicherheit erhöht, sondern auch die Wertschöpfung direkt in Deutschland gehalten. Lokale Energieprojekte schaffen Arbeitsplätze, fördern Innovationen und stellen sicher, dass Investitionen in erneuerbare Energien der heimischen Wirtschaft zugutekommen. Das ist ein klarer Gewinn für Umwelt, Gesellschaft und nationale Stabilität.


 

Einfach erklärt

Bürgerenergie macht unsere Stromversorgung sicherer und unabhängiger. Weil wir unseren Strom durch Wind und Sonne selbst erzeugen, brauchen wir weniger Kohle, Öl und Gas aus Krisenregionen und Diktaturen. Das macht uns weniger erpressbar. 

Gleichzeitig bleibt das Geld bei uns im Land: Lokale Projekte schaffen Arbeitsplätze und sorgen dafür, dass Gewinne in der Region bleiben, statt ins Ausland abzufließen. Das ist gut für die Umwelt, stärkt unsere Wirtschaft und sorgt dafür, dass das gesamte Energiesystem stabiler läuft. 

Wärme

Wirtschaftliche Chancen durch Wärmegemeinschaften

Eine Wärmeversorgung in Bürger*innenhand bringt Städten und Gemeinden viele wirtschaftliche Vorteile. Denn: Privates Geld von Bürger*innen hilft dabei, das lokale Wärmenetz für alle aufzubauen. Das entlastet finanzschwache Städte und Gemeinden, die ein Wärmenetz nicht allein finanzieren können. 

Bürgerenergiegemeinschaften arbeiten so, dass sie die Kosten des Wärmenetzes decken können. Sie arbeiten nicht mit dem Ziel, mit dem Wärmenetz möglichst hohe Gewinne zu erwirtschaften. Das unterscheidet sie von klassischen Energie­versorgungsunternehmen. So kann die Wärmewende wirtschaftlich umgesetzt werden und die Wärmeversorgung gehört am Ende denen, die sie nutzen.


 

Einfach erklärt

Ein Wärmenetz in der Hand der Bürger bringt Städten und Gemeinden viele Vorteile. Das Geld dafür kommt von den Menschen vor Ort, die sich beteiligen. Das hilft vor allem ärmeren Kommunen, die so teure Projekte nicht alleine bezahlen könnten. Der große Unterschied zu kommerziellen Energie-Unternehmen: Bürgergenossenschaften wollen mit dem Wärmenetz nicht den maximalen Profit herausholen. Ihr Ziel ist es lediglich, die Kosten zu decken, damit alles stabil läuft. So bleibt das Heizen bezahlbar, und die Wärmeversorgung gehört am Ende denen, die sie auch nutzen.

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