08.09.2026
WPG-Anhörung: Kleine Kommunen und Bürgerenergie sind Partner
Berlin, 8. September – In der heutigen öffentlichen Anhörung zum Wärmeplanungsgesetz im Wirtschaftsausschuss hat sich das Bündnis Bürgerenergie für eine stärkere Integration von Bürgerenergie in der Wärmeplanung und Wärmewende ausgesprochen. Bei dem Versuch mit der kleinen Wärmeplanung kleinere Kommune zu entlasten, drohen gemeinschaftliche Wärmenetze als Chance für kleine Kommunen durch das Raster zu fallen.
„Kleine Gemeinden müssen in der Wärmewende entlastet werden. Genau das können Bürgerenergiegemeinschaften leisten. Dafür müssen sie aber entsprechend beteiligt werden”, erklärt Harald Uphoff, Vorstand Politik und Kommunikation im Bündnis Bürgerenergie als Sachverständiger im Ausschuss. „Bürgerenergiegemeinschaften organisieren, finanzieren und betreiben Wärmenetze in Genossenschaften oder Projektgesellschaften und setzen so die Wärmewende im ländlichen Raum um. Damit schaffen sie eine wichtige Infrastruktur, wo keine großen Versorger zur Verfügung stehen”, so Uphoff weiter. Gleichzeitig stärken sie die Wertschöpfung vor Ort, indem u. a. lokalansässige Heizungsbauer eingebunden werden.
Das BBEn spricht sich dafür aus, dass bereits das Signal einer Bürgerenergiegemeinschaft, ein Wärmenetz in einem Teilgebiet einer Kommune errichten zu wollen, ausreichen soll, um dies in der kleinen Wärmeplanung zu berücksichtigen.
„Mit dem jetzigen Entwurf könnten viele kleine Kommunen unbeabsichtigt potenzielle Wärmenetzgebiete übersehen. Damit verpassen sie die Chance, eine lokale, bezahlbare und langfristig sichere Wärmeversorgung für ihre Bürger*innen bei sich vor Ort aufbauen zu lassen“, so Uphoff.
