Energiesparen in Bürgerhand – zentrale Säule der Effizienzwende

Die Erfolgsgeschichte der Bürger-Energiewende im Strombereich muss auch beim Energiesparen fortgeschrieben werden. Im Effizienzmarkt existieren riesige Potenziale, um genau dort aktiv zu werden, wo lokales Wissen, Verantwortung und Vernetzung ineinandergreifen. Denn der Erfolg gemeinsamer dezentraler und regionaler Projekte wird durch bewusstes Engagement erst möglich. Und nur durch direkte Beteiligungen wird es einen substantiellen Schub beim Einsparen von Energie geben

Was sind Bürger-Einsparprojekte?
Energiesparen in Bürgerhand reicht von der energetischen Sanierung von Schulgebäuden über den Einbau stromsparender Beleuchtung in Stadtcafés, kleineren Unternehmen und öffentlichen Liegenschaften bis zum Bau und Betrieb kommunaler Nahwärmenetze. Investitionen in Millionenhöhe sind keine Seltenheit. Bürgerinnen und Bürger können in diesen Bereichen vor Ort einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten. Die Studie stellt eine Reihe von Projekten beispielhaft vor.

Bild links: So geht ein erfolgreiches Bürgereinsparprojekt: Stromverbrauch senken beim Kaffeegenuss! Peter Kolbe von der Klimaschutz+ Stiftung und Florian Steiner, Inhaber des Cafés Florian Steiner in Heidelberg
Bild rechts: Soziales Kaufhaus Gilde Center in Heilbronn ist jetzt Bürger-Energiesparprojekt! Dank Oliver Kraus (links) und Daniel Knoll!

Weitere Fotos erfolgreicher Bürger-Effizienzprojekte finden Sie hier zum Download.

Die Studie „Energiesparen in Bürgerhand - Vom Modellprojekt zum Standbein der Energiewende von unten", die das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) im Auftrag von Bündnis Bürgerenergie und BUND erstellt hat, zeigt das enorme Potenzial des bürgerschaftlichen Engagements beim Energiesparen auf. Und sie macht deutlich, wie bestehende Hindernisse überwunden werden können. Denn nur mit der Beteiligung der Menschen vor Ort lassen sich die vielen dezentralen und kleinteiligen Einsparmöglichkeiten wirklich heben: in den Wohnzimmern, den Kellern, den Garagen und den Geschäftsräumen des kleinen Einzelhandels. Bundesregierung, Bundesländer und Kommunen sollten deshalb Beteiligungsmodelle an Energiesparmaßen gezielt fördern, klare rechtliche Regelungen schaffen sowie Risikoabsicherungen und einen verstärkten Wissenstransfer begünstigen. Sie können die Studie hier herunterladen.

Weitere Informationen finden Sie in der Präsentation des Co-Autors der Studie Herrn Pehnt vom Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu), auf deren Basis er auf dem letztjährigen Konvent in Erfurt einen sehr informativen Vortrag gehalten hat.