Berlin, 11.09.2025
Das Forschungsprojekt „BePart“ räumt mit einem Vorurteil auf: Gut gestaltete, lokal angepasste Bürgerbeteiligung verzögert die Energiewende nicht – sie kann sie sogar beschleunigen, weil sie Akzeptanz schafft und Konflikte entschärft. Bei Wind- und Solarprojekten entstehen Verzögerungen vor allem durch Genehmigungen, nicht durch Bürgerbeteiligung. Beim Netzausbau verlängert Beteiligung zwar teils die Planungen, stärkt aber das Vertrauen in die Energiewende. Finanzielle Beteiligungen allein mindern Konflikte nicht automatisch; entscheidend sind regionale Dynamiken und Kommunikation. Die Forschenden empfehlen, Beteiligungsformen flexibel an die Situation vor Ort anzupassen, professionelle Moderation und Mediationsverfahren einzusetzen sowie Standards für gute Beteiligungspraxis auszubauen. So kann Beteiligung den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen und regionalen Mehrwert schaffen.